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Jenseits des JEI-Labels: Was ein echter marokkanischer Startup Act erfordern würde

By MoorInnov Editorial Team · 20.7.2026

Automatically translated from the original language.

Jenseits des JEI-Labels: Was ein echter marokkanischer Startup Act erfordern würde

Das Wesentliche in einem Satz: Marokko verfügt über ein nützliches, aber eng gefasstes Label (JEI, 2019); Tunesien hat seit 2018 einen umfassenden Startup Act; die Lücke zwischen beiden ist nicht kosmetisch, sie bestimmt, wer unter wettbewerbsfähigen Bedingungen Mittel beschaffen, Mitarbeiter einstellen und exportieren kann.

Die Feststellung

Das Label „Jeune Entreprise Innovante“ (JEI), das seit dem 18. September 2019 von der Agence de Développement du Digital vergeben wird, erleichtert in erster Linie Zahlungen per internationaler Karte (bis zu 1.000.000 MAD/Jahr) für den Kauf digitaler Dienstleistungen im Ausland. Es ist ein nützliches Cashflow-Instrument, kein gesetzliches Regime. Es deckt weder die weitreichende Steuerbefreiung noch die erleichterten Devisenbestimmungen für internationale Finanzierungsrunden oder den Status des Mitarbeiter-Aktionärs (Stock-Options) ab, den ein vollständiger Startup Act bietet.

Tunesien hat diese Debatte bereits 2018 entschieden: Sein Startup Act kombiniert ein gesetzliches Label, Sabbatjahre für Beamte als Gründer, eine Devisengarantie und eine zweckgebundene Besteuerung. Die verfügbaren quasi-experimentellen Evaluierungen zeigen messbare Auswirkungen auf die Gründung und das Überleben der zertifizierten Unternehmen – ein Beweisniveau, das Marokko für sein eigenes Instrument mangels eines strengen Ex-ante/Ex-post-Vergleichs noch nicht vorweisen kann.

Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist (Three Horizons, 1-5 Jahre)

H1 (Gegenwart): Das JEI koexistiert mit den GITEX-Kohorten (Morocco 100/200) ohne eine einheitliche Rechtsarchitektur – eine Anhäufung von Labels, kein Status. H2 (12-24 Monate): Der internationale Sichtbarkeitsdruck (Afrika-Cup 2025, Vorbereitungen für die WM 2030) schafft ein Zeitfenster, in dem die gleichzeitige Klärung mehrerer regulatorischer Rahmenbedingungen politisch weniger kostet als im Normalbetrieb. H3 (24-48 Monate, erstrebenswert): Ein einheitlicher Rechtsstatus, der auf bereits getesteten Bausteinen aufbaut (ADD als Zertifizierungsstelle, CCG/Tamwilcom als Finanzierungsgarant) und die derzeitige Anhäufung punktueller Labels ersetzt.

Empfehlungen

  • An den Gesetzgeber: Die exakte Lücke zwischen dem aktuellen JEI und einem vollständigen Startup Act prüfen, bevor weitere sektorale Labels eingeführt werden – jedes zusätzliche Label ohne einheitlichen Status erschwert die Transparenz für ausländische Investoren.
  • An internationale Investoren: Das JEI-Label nicht mit der Rechtssicherheit eines Startup Acts verwechseln – die Due Diligence muss diese Unterscheidung einbeziehen, insbesondere bei grenzüberschreitenden Finanzierungsstrukturen.
  • An die ADD: Ein Dashboard zur Verfolgung der über 500 JEI-zertifizierten Unternehmen veröffentlichen (Überleben, Beschäftigung, Finanzierungsrunden) – eine Mindestvoraussetzung, damit ein künftiger marokkanischer Startup Act auf Daten basiert und nicht nur auf einem internationalen Vergleich.

Methode

Kombinierter STEEP + Three Horizons Ansatz (Sharpe/Bibby), kurz- bis mittelfristiger Horizont (1-5 Jahre), angepasst an eine regulatorische Transformation, die sich eher im Prozess der Klärung befindet als bereits beschlossen zu sein.

Referenzen

  • Ali, N., Calì, M., & Rijkers, B. (2025). Promoting innovative startups: Quasi-experimental evidence from Tunisia. Journal of Development Economics, 177, 103539.
  • Sold, K. (2018). The Tunisian Startup Act. Carnegie Endowment for International Peace.
  • Menon, C., DeStefano, T., Manaresi, F., Soggia, G., & Santoleri, P. (2018). The evaluation of the Italian "Start-up Act". OECD Science, Technology and Industry Policy Papers, No. 54.
  • Agence de Développement du Digital (ADD). (2019). Label Jeune Entreprise Innovante.